Rainbow Mountains und Machu Picchu (Woche 9)

Montag

Heute stand die Trekking Tour zu den Rainbow Mountains an. Um 3:15 Uhr musten Gabriel und ich beim Mercado San Pedro bereitstehen. Wir wurden vom Kleinbus abgeholt und fuhren 3.5h. Zum Glück konnte ich im Bus noch ein wenig schlafen. Nach dem Frühstück ging es dann um 8:30 Uhr auf 4200 Meter über Meer los. Der Weg war super angenehm und auch sehr breit. Zu Beginn fühlte ich mich nicht so fit. Doch umso länger die Wanderung ging, umso besser fühlte ich mich. Wir konnten unser eigenes Tempo laufen, da der Guide mit den Letzten mitlief. Wir setzten uns vorne ab, was sich sehr gelohnt hat. Wir waren nach 2h und 30 Min auf dem 5100 Meter hohen Gipfel und konnten einige super Fotos machen, bevor alle Touristen ebenfalls das Ziel erreichten. Der Weg nach unten zog sich durch die Müdigkeit noch in die Länge. Nach dem Mittagessen ging es mit dem Bus zurück. Diesmal schlief ich nicht nur und konnte die Fahrt durch die Anden genissen.

Um 19 Uhr waren wir wieder zurück in Cusco. Es war ein super Tag.

Dienstag

Am Morgen ging ich auf den Markt einkaufen und kochte mir dann zu Hause. Nach dem Essen wurde ich noch gefragt, ob ich zum Fussballspielen mitkommen will. Ich sagte ohne zu zögern zu, da ich schon lange wieder mal Sport machen wollte. Zuerst hörte ich mir die Regeln an, die ein wenig angepasst sind. Nach guten 20 Minuten musste ich mir eingestehen, dass ich meine Position im Mittelfeld falsch gewählt war. Es war sehr anstrengen, aber hat auch super viel Spass gemacht. Wir waren ca. 14 Personen und über 10 waren Einheimische. Wir spielten insgesamt 2 Stunden und ich war am Schluss sehr müde, aber glücklich.

Mittwoch

Ich schaffte es heute lange nicht aus dem Bett. Ich schaute mir den Film „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ an und es sahe lange so aus als würde es ein schlechter Tag werden. Ich fühlte mich müde und antriebslos. Ich machte mir viele Gedanken und kam doch nicht zu einer Lösung. Irgendwie konnte ich mich dann überwinden meine Sporthosen und die Laufschuhe anzuziehen und raus zu gehen. Ich joggte einfach drauf los. Zuerst hörte ich dabei noch Musik. Doch als ich ein wenig aus dem Zentrum raus war, lauschte ich den Umgebungsgeräuschen. Bald war es auch wieder vorbei mit joggen, da ich mich entschied ein Berg hinaufzugehen und die Treppen sehr anstrengend waren. Auf dem Weg nach oben, sprach ich noch mit einem Barkeeper eines Hotels, der mich zu einem Weg begleitete mit weniger Hunden. Anstatt geschätzten 8 waren es 4. Oben machte ich eine längere Pause und genoss die Sicht auf die Stadt aus einer anderen Perspektive. Nicht nur im Sinne von der Aussicht sondern auch meine persönliche Meinung zur Stadt. Auf dem Weg nach unten, wurde ich von einer älteren Frau gefragt, wo hin ich will. Ich sagte ihr zum Mercado San Pedro und sie erklärte mir geduldig den Weg. Sie konnnte nur Spanisch. Dies hatte zur Folge, dass ich einige Zeit brauchte bis ichs verstanden habe.

Mein Fazit für heute: Die Leute ausserhalb des Zentrums sind nett, die Hunde weniger.

Donnerstag

Heute Morgen ging Gabriel und ich nochmals auf den Molino. Er brauchte noch geeignete Schuhe fürs Trekking. Er hat sich entschieden seinen Flug auf Mitte Dezember zu verschieben und wir mich in den nächsten Wochen noch durch Peru begleiten, bis er zurück nach Cusco geht. Am Abend gingen wir noch ins Limbus. Mir fiel auf, dass ich erst das 2. Mal im Limbus bin und die Aussicht immer noch gleich beeindruckend ist, wie beim 1. Mal. Spät am Abend bekamen wir noch die Zusage von der Spanischlehrerin meines Bruders, dass wir morgen auf die 2 Tägige Machu Picchu Tour starten können.

Freitag

Um 7:30 Uhr traffen wir drei bei der Spanischschule meines Bruders ein und wurden von seiner Spanischlehrerin herzlich begrüsst. Wir wurden von ihr zu einem Bus begleitet. Ich verabschiedete mich von meinem Bruder und wünschte ihm viel Glück für seine B1 Spanischprüfung heute (die er souverän bestand). Die Bus fahrt dauerte 7 Stunden mit einigen kleineren Pausen und 30 Minuten Mittagspause. Als wir gefragt wurden, ob wir das Mittagessen inklusive haben, viel Gabriel und mir das erste Mal auf, dass wir keine Ahnung haben von der Tour. Wir hatten nicht mal ein Ticket oder was ändliches. Ich schrib kurz meinem Bruder und erhielt eine Nachricht mit den Informationen, was alles inklusive ist. Für die 100$ sind ein Mittag-/Abend- und Frühstück, sowie der Transport, den Eintritt zu Machu Picchu, eine Nacht Unterkunft, der Eintritt zu Machu Picchu und ein Guide inklusive. Nach 2 1/4 Stunden laufen von Hydro Electrica nach Aguas Calientes, mussten wir unser Guide suchen. Zum Glück hat Gabriel noch nach dem Namen unseres Guides gefragt. Das erwartete Hostelzimmer, hatte nicht viel mit Hostel zu tun. Wir hatten ein 2er Zimmer mit 2 Betten, eigenem Bad und einem Balkon.

Samstag

Um 3:40 Uhr standen wir heute auf und machten uns bereit. Um 4:15 liefen wir los und kamen um 4:40 Uhr beim Tor zur Brücke zu den Teppen zu Machu Picchu an. Es hatte schon einige Leute, aber wir konnten uns gut positionieren. Um 5:00 Uhr ging das Tor auf und wir liefen schnell los. Wir brauchten ca. 35 Minuten und waren als vierter bzw. Fünfter oben. Es ist einfach wichtig unter 55 Minuten zu brauchen, da um 5:55 Uhr die ersten 2 Cars oben ankommen. Um 6:00 Uhr ging dann der Eingang zu Machu Picchu auf und hatten es praktisch nur für uns in den ersten Minuten. Ein unglaubliches Gefühl. Ich dachte mir wird Machu Picchu nicht so gefallen, weil es alle machen. Ich muss zugeben, ich habe mich geirrt. Es war einfach nur beeindruckend. Nach einigen Stunden liefen wir wieder runter und nach einem Mittagessen in Aguas Calientes liefen wir zurück nach Hydro Electrica. Wir kamen dort um kurz nach 14 Uhr an und wurden sofort in ein Bus gesetzt. Wieder ging es 7 Stunden zurück und somit kamen wir um 21 Uhr in Cusco an. Nach dem Duschen und umziehen im Appartement, gingen wir ins Limbus und danach noch weiter.

Sonntag

Heute war wieder ein ruhiger Tag angesagt. Als ich noch in der Schweiz war, hatte ich zwischen 1-2 dieser ruhigen Tage pro Monat. Und auch bei diesen musste ich mich meistens dazu zwingen. Hier in Cusco sieht das ganz anders aus. Am Nachmittag war ich ganz überrascht als ich mein Appartement verliss und in der Wohnung nebenan auf den Franzosen traf, der gestern vor uns den Machu Picchu Eingang erreichte. Er war in einer Gruppe von 3 Leuten unterwegs und war ein Freund von der Mieterin des Appartements. Es ist allgemein super cool in Cusco, wie ich immer wieder auf der Strasse auf Personen treffe, die ich bereits kenne und auch in Cusco leben oder als Volunteers arbeiten. Am Abend gingen wir noch in eine Sauna bevor es Pizza und Filmabend in der Wohnung der Nachbarin gab.

Lars Deuber

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Reiseblogger
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Lars Deuber
Mein Name ist Lars Deuber und ich komme aus Winterthur in der Schweiz.
Beim Starten dieses Bloges war ich 18 Jahre alt (Jahrgang 1996) und lebte bis jetzt nur in Winterthur. Zurzeit mache ich eine Lehre als Informatiker mit Fachrichtung Systemtechnik.
In meiner Freizeit mache ich gerne Sport. Ich spielte sehr lange Fussball und 2 Saison lang parallel noch Unihockey im Verein.
Im Moment gehe ich regelmässig joggen, schwimmen und bei schönem Wetter Radfahren. Bis jetzt bin ich zwei Halbmarathons gelaufen. Daneben spiele ich Badminton, Squash und PingPong.
Während meiner Zeit in meiner Lehre entdeckte ich mein Interesse am Reisen. In diesem Blog möchte ich meine gemachten Reisen dokumentieren und meine Reisepläne der Zukunft notieren. Ich hoffe diese umsetzen zu können und vielleicht auch noch einige Tipps zu erhalten. Bei Fragen zu mir oder über meine gemachten Reisen, kannst du dich gerne mit mir in Verbindung setzen.
„Es git Moment im Lebe,da sött mer alles stah und liege lah und ohni zrug luege go Reise gah“

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