Peru (Woche 3)

Tag 15

Unter dem Moto: Ich bin krank und mein Kopf tut weh startet ich in den heutigen Tag. In der Schule war ich noch sehr müde. Auch die Lehrerin merkte dies und machte einige amüsante Bemerkungen auf meine Kosten. Die Spanischlektion verlief wie gewohnt und der anschliessende Ausflug in ein Museum half mir auf wieder in eine gute Tagesform zu finden.

Mittagessen gab es im Irish Pub da ich grad keine Lust auf örtliche Spezialitäten hatte. Das Essen war wie aus Irish Pubs gewohnt sehr fettig. Dies kam mir gerade recht. Nach dem Mittagessen verweilte ich mit Heleen auf dem Plaza de Armas. Mir wurde von einem sehr aufdringlichen Verkäufer eine originale Ray Ban Sonnenbrille für nur 50 Sole angeboten. Nach dem ich die Brille unfreiwillig anprobierte, teilte ich meine Preisvorstellung von 2 Soles mit dem Verkäufer. Er kam mir doch bis auf 30 Soles entgegen. Ich spottete über ihn und er trottete davon. Später schloss ich und Heleen Freundschaft mit Bernando. Bernardos lustiges und impulsives Wesen gab uns viel Anlass zu lachen.

Als Miguel mit peruanischen 20 Minuten Verspätung ankam schnappten wir uns ein Taxi und fuhren zum Molino-Market. Der Molino ist der riesige Schwarzmarkt auf dem ich bereits einmal war. Miguel brauchte Schuhe für eine Hochzeit, es war sehr amüsant ihn beim einkaufen zu beobachten. Auf dem Markt traffen wir noch einige der NGO-Organisation Ich kam endlich dazu mir ein neues Portemonnaie zu kaufen. Es besteht aus Leder und hat etwas Surferflair. Mit meinem Geld in meinem neuen Portemonnaie verstaut ging es zurück ins Volunteers-Haus.

Mir blieb nicht viel Zeit und es ging schon wieder in die Stadt. Kochkurs stand auf dem Programm. Es gab ein traditionelles peruanisches Gericht. Dieses bestand aus einer Salsa, welche Nüsse, Zwiebeln, Keksen, Chili und Ei bestand. Dazu gab es Kartoffeln. Das Essen war sehr nährend und ich fühlte mich danach völlig überfressen. Den Abend liess ich bei zwei Mojito’s ausklingen. Die anderen feierten weiter als ich mit dem Taxi in Richtung meines Betts fuhr.

Tag 16

Ausgeschlafen. Ein Wort das mein heutiges Wohlbefinden beschreibt. Die Schule war alltäglich. Ich sprach mit der neuen Freiwilligen der NGO-Organisation. Sie kommt aus Hamburg und schloss gerade ihr Abitur ab. Sie hat sich neben NGO auch bei Peruvolunteer beworben. Nach der Schule ging ich mit den Leuten von NGO im Café Punchay essen. Ich bestellte mir ein Sandwich mit Käse und Eiern. Jemand erzählte von ihren Plänen über das Wochenende an den Titikakasee zu reisen.

Zuhause angekommen machte ich nichts. Ich lag auf meinem Bett und tippte auf meinem Laptop herum. Grösstenteils schrieb ich an meinem Erfahrungsbericht. Aber auch verfasste ich einen kurzen Blog in Englisch für die Webseite der Peruvolunteers. Den vorverfassten Text sendete ich an meine Tante, welche ihn mir überarbeite.

Am Abend trafen sich die ganzen Peruvolunteers im Limbus. Vom Limbus ging es weiter an der Drogenstrasse vorbei in einige Klubs. Um vier Uhr morgen kamen wir nachhause. Wir hatten kein Geld mehr für den Taxifahrer und ich fuhr noch eben mit ihm an eine Tankstelle um einen Fünfziger zu wechseln. Danach ging es fürchterlich betrunken ins Bett.

Tag 17

Ich wurde um acht Uhr geweckt. Ich wollte nicht aufstehen oder um es noch zu präzisieren ich konnte nicht aufstehen. Mein Kopf schmerzte mein Hals war trocken. Eigentlich stand heute einen Ausflug auf dem Programm. Ich musst auch wenn ich wirklich mit wollte den Ausflug ausfallen lassen. Ich vegetierte den ganzen Morgen vor mich hin. Erst gegen ein Uhr begab ich mich ins nahegelegen Einkaufszentrum um etwas zu essen. Ich suchte mir einen chinesischen Stand aus. Das Essen war lecker und auch sehr belebend für meinen Geist.

Gestärkt ging ich zurück ins Apartment um zu schauen was los ist. Bis um drei Uhr passierte nichts. Dann gingen wir zur spanisch Schule um die Mädchen abzuholen. Anschliessend zogen wir zu dritt durch die Stadt. Wir kauften diverse Souvenirs und Kleider.

Am Abend verabredeten wir uns im Limbus um Miguels Geburtstag zu feiern. Miguel und seine Freunde kamen eine peruanische Stunde zuspät. Dies machte bei uns andern etwas die Stimmung kaputt. Denoch feierten wir mit Miguel, wessen Kopf in eine Torte gestampft wurde, seinen Geburtstag. Bereits relativ Früh ging es nachhause.

Tag 18

Am Morgen war die Schule ziemlich ereignislos. Gegen den Mittag wurde es interessanter wir gingen zu einer grossen Statue in Cusco, welche einen ziemlich schrägen Namen besass, an welchen ich mich aber leider nicht mehr erringen mag. Im Inneren der Statue befand sich ein Museum.

Wir assen zu dritt Mittag. Es gab mein lieblings Gericht, ein Sandwich mit gekochten Eiern und Käse. Nach dem Essen kamen noch 3 weitere dazu. Sie zeigten uns Bilder und erzählten von ihrem Ausflug an den Titikakasee. Es herrschte eine sehr ausgelassen Stimmung am Tisch. Die Geschichten waren sehr amüsant. Bei einigen Bilder einer lokalen Festlichkeit, während derer sämtliche Teilnehmen Kostüme trugen, bekamen wir uns vor lachen fast nicht mehr ein.

Um Vier Uhr waren wir zurück im Haus. Ich legte mich hin und merkte wie mein Körper langsam erkrankte. Mit eisigen Händen versuchte ich unter der Bettdecke zu Tippen was mir aber gänzlich misslang. Am späteren Abend sagte mir Heleen wie von mir gefordert bescheid wo das sie Abendessen gingen. Das Fieber hat bereits angezogen und die Gliederschmerzen eingesetzt. Mit Mühe drehte ich mich zur Seite um auf das „Whatsapp“ zu antworten. Die Antwort lautete: „Nein“

Fluchend versuchte ich zu schlafen und als es dann schlief setzten einige wirre Fieberträume ein.

Tag 19

Ich bin Krank im Bett. Was soll man dazu noch sagen. Am Abend waren NGO-Leute zu besuch bei uns. Ich verzog mich ins Plaza Vea Einkaufszentrum um mich dort beim altbekannten Chinesen mit reishaltigem Fastfood zu verpflegen. Auf dem Nachhauseweg kaufte ich eine Schokolade und eine neue Wasserflasche. Am Abend schlief ich besser.

Tag 20

Schule, Essen und am Abend Ausgehen, so beschreibt sich der heutige Tag kurz. Am Abend im Chango wollte ich unbedingt coole Chango-Becher entwenden.

An der Stelle einmal einige Worte zu dem, was ich schon von Cuscos Nachtleben erlebt habe. Vom Plaza de Armas geht die altbekannte von uns benannte „Drogenstrasse“ weg. Warum die so heisst kann man sich ja denken. Mein persönlicher Rekord lag bei sieben Angeboten für Kokain in einem Durchgang. Die Strasse mündet ins „Hostal Felix“. Rund um diese Hostel sind viele Bars und Klubs verteilt. Eines davon ist das Chango. Wenn wir etwas trinken gehen wir generell erst in eine Bar. Als Bar zu nennen wären die Chupiteria, das Indigo, oder auch das Limbus, welches sich aber an einem anderen Ort befindet. Wenn wir ausgehen esse ich meistens auch in der Bar. Am späteren abend geht es dann weiter in einen Klub. In einem Klub zahlen wir aber so gut wie nie etwas. Dies kann daran liegen weil meine Gruppen immer einen hohen Frauenanteil haben oder weil sich die ganzen Klubs an einem Wochentagabend gegenseitig eine Hand voll Touristen abwerben möchten. Das tun sie mit Coupons für Gratis-Getränke. Das Gratisgetränk ist überall ein „Cuba Libre“ und meistens auch nicht so stark. Meistens kriegen wir aber genug für ein paar Stunden und dann gehen wir in den nächsten Klub.

Etwa so wie Oben beschrieben ging das heute den ganzen Abend zu und her. Die zwei Becher die ich im Chango geklaut habe wurden mir im Inkateam wieder abgenommen. Erst beim Gehen aus dem Lokal konnte ich mir meine ergaunerte Beute zurück ergattern. Ich kam gegen drei Uhr nachhause und ging schlafen.

Tag 21

In der Schule haben wir ein Spiel gespielt. Das spielt war eine angepasste Form von Jenga. Ich war aus denkbaren Gründen etwas müde. Froh war ich als es halb elf wurde und wir mit unserer Tour begannen. So schnell wie sie aufgekommen war verflog die Freude auch wieder. Das Museum für moderne Kunst fand ich nicht besonders Anregend. Im vergleich zu einem Tate Modern würde ich es als super langweilig beschreiben. 

Meine Erkältung machte mich über den ganzen Morgen wahnsinnig. Mittagessen gab es mit Heleen gemeinsam im Kaffe Punchay. Ein Sandwich.

Am Nachmittag machten wir einen Besuch im Krankenhaus. Jemand hatte am Vortag eine allergische Reaktion und musste übernacht im Spital bleiben. Ihr Zimmer war riesengross. Neben ihrem Bett gab es ein Bett und drei Couches für Gäste. Wir gingen mit dem Ziel zu Ihr einen Film zu schauen. Jedoch blieb es bei einigen Unterhaltungen und viel Lachen. Ich lieh ihr mein Handy damit sie sich etwas mit der Aussenwelt verständigen konnte. Sie zeigte uns ein Bild, welches Heleen aufgenommen hat, auf dem man ihr geschwollenes Gesicht sah. Heleen hielt einen Nachmittagsschlaf im Krankenzimmer während wir unseren Abend planten. Für sie blieb eine weitere Nacht im Krankenhaus.

Nach dem Besuch gingen wir im Plaza Vea Einkaufszentrum essen. Wok ging leider nicht da dieser zwar 50 verschiedene Menus anbot, jedoch keines dieser Menus vegetarisch ist. So assen wir bei einer Fast-Food Pizzeria Pizza. Die Pizza war die Beste die ich seit exakt drei Wochen gegessen habe. Peruanische Pizzas sind in der Regel von Ungeniessbar bis Unbefriedigend. Nach dem Essen gingen wir noch eben einkaufen und dann zurück ins Haus.

Jan Deuber - Gastautor

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