El Misti und Cusco (Woche 7)

Montag

Gestern hatten wir einen strengen Tag mit viel Autofahren. Wir beide waren froh, dass wir heute „erst“ um 08:00 Uhr abgeholt wurden. Heute ist der Start unserere 2-tägigen Wanderung zum Misti. Wir gingen unser Material im Trekkinggeschäft fassen (Wanderstöcke, Zelt, Schlafsack, Matte, Handschuhe, usw.) und lernten unsere Gruppe kennen. Mit 2 Franzosen, 2 Spanier und einem Belgier waren wir insgesamt 7 Tourteilnehmer und 2 Guides. Mit dem Auto ging es an den Startpunkt auf 3400 Meter über Meer. Von dort liefen wir gute 4 Stunden zu unserem Basiscamp und trugen all unser Gepäck inkl. Schlafsack, usw. selber. Das Basiscamp war gar kein Camp sondern nur ein Ort mit 3-4 ebenen Flächen und sonst gar nichts. Wir stellten unsere Zelte auf und entspannten ein wenig. Wir waren jetzt bereits auf 4800 M.ü.M. Nach dem Nachtessen gingen wir bereits um 17:30 Uhr ins Zelt. Wir teilten uns das Zelt mit einem Belgier und er war eigentlich der einzige von uns drei, der gut schlafen konnte.

Dienstag

Kurz vor 1 wurden wir geweckt. Im Zelt war es weniger kalt als erwartet. Auch als wir nach dem Frühstück losliefen ging es einigermassen mit der Kälte. Es wurde mal was von -8 Grad am Morgen gesagt. Im Gegensatz zu gestern, machte uns unser Guide Gustavo heute mächtig Druck. Wir hatten nur wenige und kurze Pausen. Schon bald hatten die beiden Spanier mühe mitzuhalten. Es ging immer höher und dann wurde der Pausenintervall erhöht. Ebenfalls für den wunderbaren Sonnenaufgang, hatten wir eine Fotopause.Insgesamt benötigten wir gute 7 Stunden bis zum Gipfel. Das Laufen mit den Stirnlampen benötigte viel Konsentration, dafür war die Sicht auf die von den Lichtern erhellten Stadt und die Milchstrasse super. Die Stecke war steil und vorallem der letzte Kilometer zog sich hin, da die Asche so war, als würde man durch Sand laufen und man bereits über 5500 Meter hoch ist. Oben angekommen erholten wir uns kurz und genossen dann den rundum Blick von diesen 5822 Meter hohen Vulkan. Sonst hatte ich eigentlich keine grösseren Probleme mit der Höhe und es war ein unglaublich gutes Gefühl es geschafft zu haben.

Auf dem ganzen Weg begleitete uns eine Gruppe Polizisten in Ausbildung zur Bergrettung. Vom Anfang als sie ihren Bus anstossen mussten. Bis zum Gipfel, wo sie uns für unsere Leistung gratulierten. Der Weg nach unten ging viel schneller, da wir durch die Aschenhänge gerade herab liefen oder teilweise auch rannten. Das machte unglaublich viel Spass. Im Basislager erholten wir uns dann wieder von den Strapazen und redeten noch mit den 2 Spaniern. Leider mussten sie bei ca. 5400 Meter abbrechen und zum Lager zurückkehren. Wir konnten unsere Schlafsäcke, Matten und das Zelt stehen lassen, da bereits eine neue Gruppe auf dem Weg nach oben war. Also schnappten wir unseren Rucksack und nahmen noch die 1400 Meter nach unten in Angriff. Zurück in der Stadt bezogen wir wieder unser Hostel und schauten uns eine Dokumentation über Reinhold Messner (Bergsteiger) an. Jetzt hat es auch mich wieder gepackt und ich will unbedingt wieder mehr wandern gehen. Am Abend gingen wir noch gut im Gud essen.

Mittwoch

Wir schliefen heute aus. So konnten wir den Schlafmangel und die Anstrengungen der letzten Tage gut wegstecken. Danach assen wir Frühstück auf der Terrasse des Hostels. Dabei hatten wir einen super Ausblick auf den Misti. Nach dem Check-Out, liefen wir nochmals kurz durch die Stadt und machten letzte Besorgungen (Souveniers und Verpflegung für die Busfahrt). Den ganzen Nachmittag verbrachten wir in der Creperie „La Petite Française (fast 5 Stunden). Wir assen zuerst eine süsse Crepe und entschieden uns dann spontan noch eine Crepe als Abendessen zu nehmen. Wir holten unser Gepäck beim Hostel und nahmen den Nachtbus nach Cusco (11h und 30 Sol).

Donnerstag

Nach einer eher kalten Nacht im Bus, kamen wir um ca. 6:00 Uhr morgens in Cusco an. Mit dem Taxi ging es zum Mercado bei San Pedro. Noch nicht viele Stände hatten zu dieser Zeit bereits geöffnet. Doch einige Saftstände hatten schon offen und deshalb setzten wir uns dort hin, tranken einen Saft und beobachteten die Leute auf dem noch fast leeren Markt. Kurz nach 8 Uhr konnten wir dann unser Gepäck in die WG meines Bruders bringen. Dort nahm ich noch die Möglichkeit wahr und schlief einige Stunden im Bett meines Bruders. Am Abend nahmen Celine und ich dann ein Taxi ins Virtel Santa Beatriz. Wir haben uns ein Zimmer bis Sonntag über AirBnB gebucht (3 Nächte, 45 Fr.), da die WG meines Bruders voll ist. Beim Haus angekommen, wurden wir bereits von unserer Vermiterin erwartet und sehr herzlich begrüsst. Nach dem sie uns alles gezeigt und erklärt hat, gingen wir wieder zurück zur WG. Dort machten wir uns Rösti zum Abendessen.

Freitag

Das Bett in unserem AirBnB Zimmer ist mit Abstand das Beste seit ich in Südamerika bin. Ich schlief super und war kurz nach 10 Uhr beim Frühstückstisch. Ich setzte mich zu Celine an den Tisch und wir waren beide begeistert vom Frühstück, dass mit der Zimmermiete inklusive ist. Nach dem Frühstück war es wieder mal Zeit zum Skypen. Nach 2 Wochen intensivem Reisen, gab es einiges zu erzählen und anzuhören. Kein Wunder also, dass das Gespräch sehr lange dauerte. Am späteren Nachmittag trafen wir uns dann mit meinem Bruder und einem Freund von ihm aus der Schweiz. Wir trafen uns auf Molino. Molino wird gerne als Schwarzmarkt bezeichnet, da man dort alles mögliche an gefälschten Kleidung, DVDs, usw. kaufen kann. Für mich gab es heute erstmal eine neue Sonnenbrille. Ich muss sicherlich nochmals zurückgehen, um mich mit allem möglichen an neuer Kleidung eindecken kann. Zu viert gingen wir noch was im Punchay trinken. Das Punchay ist bei vielen Volunteeren sehr bekannt. Zum Abendessen haben wir uns um 19:00 Uhr im Le Buffet Francés verabredet. Um 19:45 kam dann noch der Rest der Gruppe. Wir assen Raclette und hatten eine Diskussion über die Herkunft von Raclette. An dem grossen Tisch mit 12 Personen, 5 Nationalitäten und 6 verschiedenen Sprachen herrschte eine super Stimmung und es war ein toller Abend. Nach dem Essen gingen die anderen noch is Limbus. Doch es war der ideale Zeitpunkt für Celine und mich zurück in unser Appartement zu gehen.

Samstag

Heute machte ich nach dem Frühstück einige Kraftübungen. Es ging sehr gut, trotz der Höhe und obwohl ich schon lange keine Kraftübungen gemacht habe. Am Abend waren wir wieder bei der WG meines Bruders. Der Vermieter der WG hatte Geburtstag. Also eigentlich hatte er nicht Geburtstag, sondern brauchte nur einen Grund zum Feiern. Wir waren ca. 10 Personen und es gab Geburtstagsbrownies und Alkohol. Als die anderen, um 1:00 Uhr morgens, entschieden weiterzugehen, war wieder der richtige Moment um zurück ins Appartement zu gehen.

Sonntag

Der heutige Tag war ein Tag an dem nicht viel passiert ist. Nach dem Check-Out aus dem AirBnB Appartement gingen wir in die WG. Kurz nach 11 Uhr waren wir dort und ich schlief noch einige Stunden auf der Couch. Am Nachmittag fuhren wir mit dem Colectivo nach Calca. Dort holte mein Bruder seinen Trainingsanzug ab. Wir tranken noch einen Kakao bei einem Strassenmarkt, bevor wir wieder zurück nach Cusco fuhren. Heute Morgen war noch nicht klar, wo ich heute schlafen werde. Jetzt ist kurz vor Mitternacht und ich bin immer noch in der WG. Also werde ich mir hier irgendwo ein Platz suchen, um zu schlafen.

Lars Deuber

Lars Deuber

Reiseblogger
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Lars Deuber
Mein Name ist Lars Deuber und ich komme aus Winterthur in der Schweiz.
Beim Starten dieses Bloges war ich 18 Jahre alt (Jahrgang 1996) und lebte bis jetzt nur in Winterthur. Zurzeit mache ich eine Lehre als Informatiker mit Fachrichtung Systemtechnik.
In meiner Freizeit mache ich gerne Sport. Ich spielte sehr lange Fussball und 2 Saison lang parallel noch Unihockey im Verein.
Im Moment gehe ich regelmässig joggen, schwimmen und bei schönem Wetter Radfahren. Bis jetzt bin ich zwei Halbmarathons gelaufen. Daneben spiele ich Badminton, Squash und PingPong.
Während meiner Zeit in meiner Lehre entdeckte ich mein Interesse am Reisen. In diesem Blog möchte ich meine gemachten Reisen dokumentieren und meine Reisepläne der Zukunft notieren. Ich hoffe diese umsetzen zu können und vielleicht auch noch einige Tipps zu erhalten. Bei Fragen zu mir oder über meine gemachten Reisen, kannst du dich gerne mit mir in Verbindung setzen.
„Es git Moment im Lebe,da sött mer alles stah und liege lah und ohni zrug luege go Reise gah“

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