Paris

Ich liebe spontane Reisen und Trips! Wirklich. Vor allem sind die Anforderungen niedrig und man hat praktisch gar keinen Stress – es kann eigentlich ja nur gut kommen. So haben einige Freunde und ich uns dazu zwei Tage im Voraus entschlossen, das Wochenende spontan in Paris zu verbringen.

Wir hatten einige Ideen, wie wir nach Paris kommen sollten. Fliegen schlossen wir aus, da selbst mit Skyscanner so kurzfristig kein supergünstiger Flug gefunden werden konnte. Denn der Wochenendtrip sollte nebst absoluter Spontanität auch möglichst günstig werden. Der eine Plan war, dass wir mit dem Auto am Freitag um 20 Uhr in der Schweiz abfahren und in Frankreich auf einer Raststätte auf einem Parkplatz im Auto übernachten, und dann am Morgen das Auto irgendwo in Paris zu parkieren – bis um 12 Uhr, wo wir dann zu einem Camping Platz in der Stadt fahren und unsere Zelte aufschlagen würden. Somit müssten wir dann nur eine Übernachtung bezahlen.

Jedenfalls kam dann alles ein wenig anders. Wir haben uns eine Stunde vor Abfahrt dazu entschlossen, mit dem Wohnmobil zu fahren und dieses im Disney Land Paris auf dem Parkplatz abzustellen – für gerade mal 35 Euro pro Tag. Da wir zu sechst sind ist auch dies ein absolutes Schnäppchen. 🙂 Die etwa sieben stündige Reise klappte nahezu ohne Probleme, ausser dass unser TomTom Navigationsgerät (nicht ich, das Gerät!) uns in Frankreich irgendwo von der Autobahn wegführte durch mehrere kleine Dörfer… und sogar ein Stück durch einen Wald hindurch! Schlussendlich sind wir aber ohne grosse Verzögerungen beim Disney Land angekommen. Auf den Parkplatz konnten wir nicht vor acht Uhr morgens, daher stellten wir das Wohnmobil gleich neben der Einfahrt ab und übernachteten.

Am Morgen standen wir dann pünktlich um acht Uhr auf, parkierten das Wohnmobil im Disney Land Parkplatz, frühstückten und machten uns bereit für den Tag. Die Zugstation beim Disney Land heisst „Marne-la-Vallée – Chessy“, dort kauften wir für etwa 8 Euro pro Person ein Zug- und Metroticket für den ganzen Tag und fuhren zum Gare de Lyon, welcher etwa eine halbe Stunde entfernt liegt. Von dort liefen wir zur Kathedrale Notre Dame und besichtigten diese. Anschliessend ging es weiter zum Louvre, wo wir uns bei einem Strassenhändler so typisch-französische Barret Mütze kauften und nun wie die grössten Touristen aussahen. Diese Strassenhändler waren schnell mal mühsam, da sie genau immer zwei Sachen uns mehr oder weniger aufdringlich anboten: Selfie-Stick oder Miniatur Eiffelturm. Jedenfalls liefen wir danach noch ein wenig in der Gegend herum, assen schnell im McDonalds etwas und beschlossen dann die Sacré-Cœur als nächstes zu besuchen, wo wir eine herrliche Aussicht auf ganz Paris geniessen konnten. Anschliessend ging es dann weiter zum Arc de Triomphe und schliesslich dann zum Eiffelturm. Wir assen danach in einem Restaurant wenige Minuten vom Eiffelturm entfernt zu Abend. Anschliessend hatte es praktisch keine Leute mehr, welche beim Eiffelturm anstanden. Wir entschlossen uns, bis in die zweite Etage die Treppe hinauf zu steigen und danach mit dem Lift noch bis ganz nach oben zu fahren. Es hat sich absolut gelohnt! Die Aussicht ist schlichtweg unbeschreiblich. Wir blieben bis zum Eindunkeln oben und genossen Paris. Danach überkam uns die Müdigkeit, so entschlossen wir uns wieder zurück zum Wohnwagen zu fahren.

Nach einer ziemlich kalten Nacht fuhren wir am nächsten Tag dann gemütlich nach Hause. Das Wochenende hatte sich absolut gelohnt!

Paris selbst hatte ich als ziemlich schmutzige und stinkende Stadt in Erinnerung – aber das lag ziemlich sicher daran, dass ich damals vor etwa sieben Jahren in der Hochsaison dort und alles so überfüllt war. Wir hatten praktisch nirgends grosse Wartezeiten oder grosse Menschenmengen. Im Moment ist ja in Frankreich noch der Ausnahmezustand ausgerufen, daher haben wir auch hier und da Mal Soldaten vom Militär gesehen, aber das wars dann auch schon. Eine angespannte Stimmung war jedenfalls nicht spürbar.

Um es nochmals zu wiederholen: Dieses Wochenende war genial! Wir hatten eine super Zeit und haben mal im Schnelldurchlauf und sehr günstig Paris besucht. Kann ich sofort weiterempfehlen.

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Tom Erhart

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Administratives "Dream & Live It" und Reiseblogger
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Tom Erhart
Mein Name ist Tom Erhart, bin 20 Jahre alt und komme aus der Schweiz.

Seit ich vor einigen Jahren auf SRF die Sendung "DOK - Auf und davon" gesehen habe, packte mich das Fernweh und die Reiselust. Ich träume nicht gleich vom Auswandern, will aber viel reisen und die Welt gesehen haben. Es vergeht kaum ein Tag, an welchem ich nicht gleich eine neue Destination mit einer genialen Airbnb Wohnung entdecke und träume, dorthin zu reisen. Endgültig packte mich aber dann die Lust zum Reisen nach dem Sprachaufenthalt in Bournemouth, welchen ich mit Lars und mit der Schulklasse machen konnte.

Zusammen mit Lars Deuber gründete ich Dream & Live it. Hier teilen wir mit euch unsere Erfahrungen beim Reisen, Fotos, erstellen Reiseberichte und versuchen euch Tipps zu geben.

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