St. George und Las Vegas

USA Road Trip von Tom | Tag 69 bis 78 | St. George, Las Vegas, Provo und Salt Lake City | 05.12.2016 – 13.12.2016


Nach San Diego machten wir uns auf nach St. George, um ein paar Tage mit Freunden von mir zu verbringen. Doch der Weg nach St. George sollte einiges länger als die geplanten 7 Stunden Autofahrt dauern…

Das Auto fing wieder an, Probleme beim Gangwechsel zu haben. Und dann geschah es. Zwischen Barstow und Baker, mitten im Nirgendwo, „starb“ mein Acura. Es war nicht mehr möglich, schneller als 60mph zu fahren. Der Tourenzähler sprang wild hin und her, von 1000 auf 8000 auf 5000 und so weiter. Das Auto war nicht mehr fahrbar, es war definitiv zu riskant um damit die weite Strecke nach St. George zu fahren. Wir fuhren noch etwa zwei Meilen auf dem Pannenstreifen zu, halleluja, einer Raststätte! Dort ruf ich sogleich der Versicherung an, um das Auto abschleppen zu lassen. Nach etwa einer Stunde kam der Abschleppdienst und fuhr uns zurück nach Barstow. Nach einer kurzen Diagnose in der Werkstatt war der Schaden schnell klar: Die Kupplung ist futsch. Eine Reparatur ist ziemlich sinnlos, da dies zwischen $2000 bis $3000 kosten würde. Ein Mechaniker fuhr uns netterweise zum nächstgelegenen Motel in Barstow (worüber wir sehr froh waren, denn Barstow ist eine halbe Geister“stadt“ mit vielen dubios wirkenden Einwohnern). Am nächsten Tag fiel der Entscheid: Das Auto kommt auf den Schrottplatz. Ich finde es nach wie vor extrem Schade, denn der ganze Rest am Auto ist in einem Einwandfreien Zustand (Tempomat ausgenommen)! Von der Sitzheizung über die Klimaanlage bis hin zum elektrischen Dachfenster funktioniert alles. Sehr Schade. Aber es hätte um einiges schlimmer sein können. Ich bin dankbar, dass ich nicht alleine war, dass niemand gefährdet wurde und dass wir in der Nähe einer Raststätte waren.

Mit einem Mietwagen fuhren wir nach der Verabschiedung des Acura endlich nach St. George. Ich will nie mehr nach Barstow.

In St. George verbrachten wir eine wahnsinnig tolle Zeit mit Freunden. Wir spielten Brettspiele, besuchten den St. George Tempel, schauten uns Häuser an, welche wie verrückt mit Weihnachtsbeleuchtung dekoriert wurden und spielten Pickle Ball.

Ausserdem besuchten wir den Snow Canyon, ein weiterer Park in St. George. Dieser ist, wie viele Orte in St. George, übersäht mit Vulkangestein. Dort kletterten wir in eine Höhle, Sicherheitsvorkehrungen gab es keine. In der Schweiz wäre das niemals für Touristen begehbar. 🙂 Es war teilweise ziemlich Eng und Steil, bis man im grössten Teil der Höhle angekommen ist – in absoluter Dunkelheit. Es war so dunkel, dass ich meine Hand nicht vor Augen sah. Wir beleuchteten dann die Höhle ein wenig mit mitgebrachten Leuchtstäben und Taschenlampen.

Für den Donnerstag entschieden wir uns für etwas richtig cooles: Wir konnten vergünstigt einen Dodge Challenger bei Enterprise für einen Tag mieten – für gerade mal $40. Da dachten wir uns, dass müssen wir richtig nutzen – so fuhren wir über eine abgelegene Strecke im irgendwo im Nirgendwo durch das Moapa Valley zuerst zum Hoover Dam, anschliessend noch auf Las Vegas. In Las Vegas fühlte ich mich nicht sonderlich wohl. Gegen 8 Uhr Abends fuhren wir dann wieder zurück nach St. George.

Am Samstag hatten wir volles Programm: Früh morgens machten wir uns auf, um mit weiteren Freunden schiessen zu gehen. Es war das erste Mal in meinem Leben, wo ich eine Waffe betätigt hatte. Wir stellten Wasserflaschen und Zielscheiben auf. Jemand brachte noch ein Gerät mit, womit Frisbees in die Luft geschossen werden konnten. Es war sehr abwechslungsreich, definitiv etwas was ich wieder einmal machen werde in den USA.

Danach ging es weiter in den Zion National Park. Auf dem Weg dorthin wurden wir von der Polizei angehalten, da wir etwas zu schnell unterwegs waren. Die Polizistin war extrem freundlich und wir mussten nicht mal eine Busse bezahlen. Im National Park angekommen machten wir uns auf, um zum Angels Landing hinaufzuwandern. Diese Wanderung ist herausfordernd, vor allem der letzte Teil, wo man mehr klettert als wandert. Man hält sich an Ketten, links und rechts geht es mehrere hundert Meter bergab. Ich bin sehr stolz, dass ich es trotz meiner Höhenangst (welche immer mehr verschwindet), hinauf und wieder hinab geschafft habe. Es hat sich extrem gelohnt, allein nur schon wegen der Aussicht auf das Tal. Unbeschreiblich.

Am Sonntagnachmittag verabschiedeten wir uns und fuhren mit einem Mietwagen nach Provo. Dort verbrachte ich mit Fabian noch zwei Tage. Wir besuchten den Temple Square in Salt Lake City, das Conference Center und das Utah State Capitol.

Am Dienstag hiess es dann, Abschied zu nehmen. Fabian flog von Salt Lake nach Dallas in Texas, wo er noch einige Tage alleine unterwegs sein wird. Er wird nebst Dallas noch Houston besuchen, und schlussendlich von New Orleans wieder nach Hause fliegen.



Video wird noch veröffentlicht…

Tom Erhart

Tom Erhart

Administratives "Dream & Live It" und Reiseblogger
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Tom Erhart
Mein Name ist Tom Erhart, bin 20 Jahre alt und komme aus der Schweiz.

Seit ich vor einigen Jahren auf SRF die Sendung "DOK - Auf und davon" gesehen habe, packte mich das Fernweh und die Reiselust. Ich träume nicht gleich vom Auswandern, will aber viel reisen und die Welt gesehen haben. Es vergeht kaum ein Tag, an welchem ich nicht gleich eine neue Destination mit einer genialen Airbnb Wohnung entdecke und träume, dorthin zu reisen. Endgültig packte mich aber dann die Lust zum Reisen nach dem Sprachaufenthalt in Bournemouth, welchen ich mit Lars und mit der Schulklasse machen konnte.

Zusammen mit Lars Deuber gründete ich Dream & Live it. Hier teilen wir mit euch unsere Erfahrungen beim Reisen, Fotos, erstellen Reiseberichte und versuchen euch Tipps zu geben.

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