London und Bournemouth (Woche 1)

Montag

Am Montag Morgen erholte ich mich vom Abschlussfest im gemütlicher Grösse, welches ich am Sonntag veranstaltete. Den Nachmittag verbrachte ich in der Stadt und machte letzte Besorgungen. Den letzten Abend verbrachte ich mit meiner Mutter im Restaurant des Gasthaus Hirschen. Der Gastgeber ist ein guter Freund von uns und wir hatten ein super Abend. Als ich nach Hause kam, fehlte mir nur noch etwas, um bereit für meine Abreise zu sein. Das Packen. Es wurde eine lange Nacht mit packen, James Bond Filmen und einem Schoggifondue zu zweit.

Dienstag

Nach einer kurzen Nacht (wahrscheinlich die am öftesten benutzte Wort folge in meinen Beiträgen) wurde ich von meinem Vater am Flughafen verabschiedet und stieg in den Flieger nach London Luton (75 Fr. one way). Dort angekommen stieg ich in den Car (Coach) nach London (12£). Während der Fahrt sprach ich lange mit einem Mann, der in London wohnt und ursprünglich aus Zimbabwe stammt. Seine Frau und er waren auf dem Heimweg von einer Konferenz in Lissabon. Als ich ihm erzählte, dass ich in London noch keine Unterkunft habe und vor Ort schauen muss, bot er mir an bei ihm und seiner Frau wohnen zu können. Er zögerte keine Sekunde, um dieses Angebot zu machen. Ganz im Gegenteil zu mir. Ich war schlichtweg überrannt worden, sagte jedoch bei Ankunft in der London Victoria Station dankbar zu. Mit der U-Bahn und dem Bus ging es in die Wohnung und ich konnte mein eigenes Zimmer beziehen. Nach dem Einkauf, assen wir Abendessen in der Wohnung und führten tolle Gespräche (Hauptthema war Kommunikationspsychologie und Körpersprache). Später am Abend drängte sich mir eine Frage auf und zwar: „Lädst du öfters Leute die du erst gerade kennengelernt hast, zu dir in die Wohnung ein?“. Er antwortete mit Nein und erklärte mir, dass es ihn beeindruckt hat, dass ich ihn angesprochen habe und fügte noch hinzu: „If you don’t ask you don’t get“.

Mittwoch

Heute wachte ich auf und es wurde für mich ein super Frühstück zubereitet. Kurz nach 11 Uhr verliess ich dann die Wohnung und machte mich zurück an die Victoria Station. Dort nahm ich den Car um 13:00 Uhr nach Bournemouth. Leider erwischte ich den teuersten (25£ one way). Für den nächsten um 14:00 Uhr (wäre für mich auch kein Problem gewesen) hätte ich nur 10£ bezahlt. Da kam mir wieder das Schlusszitat von gestern in den Sinn. Hätte ich nach dem Preis für den nächsten Car gefragt, hätte ich natürlich diesen genommen.
In Bournemouth lief ich durch die Stadt und dem Strand entlang, bis zum Haus meiner (Gast-)Familie aus dem Sprachaufenthalt vor fast 3 Jahren. Auch heute gab es wieder interessante Gespräche mit meinem Gastvater über Projektmanagement und den Brexit.

Donnerstag

Ich schlief lange und genoss die Zeit im Haus. Nach einem Spaziergang durch die nähere Umgebung (inkl. Besuch der Sprachschule) ging ich zurück zum Haus und fasste meine Badehosen. Nach einem Club Sandwich im Hungry Husky (Mein favorisiertes Lokal in Bournemouth, um zu essen), lief ich weiter bis zum Strand. Ich verbrachte den ganzen Nachmittag dort und genoss das schöne Wetter. Kurz war ich sogar im Wasser, welches jedoch eher kalt war. Den Abend verbrachte ich mit meiner Familie in ihrem Haus.

 

Freitag

Heute war bereits wieder Zeit zum Abschied nehmen. Solche Abschiede können einfach nicht zur Routine werden, musste ich bemerken. Denn ich hatte schon einige davon und jedes Mal ist es doch wieder etwas neues. Doch es ist sehr wahrscheinlich, dass ich auf dem Rückweg, wieder einen Stopp in Bournemouth einlege. Ich habe einige Kilogramm an unnötigem Gepäck dort deponiert, welche ich dann wieder abholen werde.
Nach einem weiteren Imbiss (diesmal ein Frühstücks-Wrap) im Hungry Husky lief ich zur Coach Station. Für das Ticket zurück nach London bezahlte ich 27.50£. Die Hin- und Rückfahrt wäre deutlich billiger möglich gewesen. Dafür war ich zeitlich flexibler, was auch viel Wert ist, um nicht in Stress zu kommen. In London angekommen, schnappte ich mein Gepäck und lief von der Victoria Station los. Ich löste ein Ticket für 2£, welches mich 24h berechtigt, Velos auszuleihen (1. 30 Min kostenlos, jede weitere 30 Min 2£). Dies nutzte ich um mich schnell und angenehm mit dem Rucksack fortbewegen zu können. Nach dem Buckingham Palace, ging es für mich weiter zum Elizabeth Tower, Westminster Abbey und dem London Eye.
Von der Waterloo Station nahm ich dann die U-Bahn, welche mich in Zusammenarbeit mit dem Bus in 30 Min zu meiner Unterkunft vom Dienstag brachte. Dort wurde ich herzlich empfangen und konnte mich an einem super Buffet für das Abendessen erfreuen.

Samstag

Ein super Tag hatte ich heute in London. Meistens gutes Wetter, abgesehen von 2-3 kurzen Regenschauern. Ich fuhr mit der Tube zur London Bridge und stand sofort vor dem Shard. Eines meiner Lieblingsgebäude in London, auch wenn es zu 95% der Royal Family of Qatar gehört. Es lief gerade ein Charity Lauf, über welchen ich mich noch genauer erkundigte. Nach dem ich durch den Bourogh Market gestöbert bin, der sich meiner Meinung nach seit letztem Jahr vergrössert hat, nahm ich ein Velo und fuhr zur St. Pauls Cathedral. Ebenfalls mit dem Velo ging es über die Tower Bridge, die seit heute (01.10.16) für die Autos zwecks Reparaturarbeiten nicht mehr befahrbar sind. Dies wird noch bis zum 30.12.16 so sein und es war cool mal die Towerbridge Autofrei zu sehen, auch wenn es nicht erlaubt war auf die Strasse zu stehen. Die heute längste Velofahrt ging dann von der Towerbridge, über die London Bridge bis zur Oxford Street. Dort schlenderte ich durch die Strassen und lief in eine NFL Promotion hinein, welche die ganze Regent Street von der Oxford Street bis hinunter zum Piccadilly Circus belegte. Von dort aus lief ich noch in den Hydes Park, wo ich:

  1. mich vom Regen verstecken musste
  2. einen doppelten Regenbogen bestaunen durfte
  3. den Sonnenschein am Serpentine Lake genoss (Nein nicht dieser Serpentin oder Raspurtin für Winterthurer)

Und dies alles innerhalb von einer Stunde. Per Tube und Bus ging es dann wieder zurück, wo das Nachtessen auf mich wartete.

Sonntag

Heute Sonntag ging ich eher spät aus dem Haus. Mit der Ubahn ging es quer durch die Stadt bis nach Tottenham. Dort war heute das Spiel der Spurs gegen Manchester City. Ich lief um das Stadium herum und hatte Glück, dass eine Ecke des Stadions im Neubau und deshalb offen war. Mich interessierte vor allem die Organisation und die Abläufe, welche hinter so einem Event steht. Die Atomsphäre aus dem Stadium war unglaublich und am Ende des Matches war die Stimmung gut. Denn die Tottenham Spurs gewannen das Spitzenspiel mit 2:0. Nach dem ich mit der Overground zur Liverpool Street Station fuhr, beschloss ich früher zurück zu gehen. Doch der Ausfall der Ubahn (bis jetzt weiss ich noch nicht warum) machte mir einen Strich durch die Rechnung. Ich musste auf die Busse um steigen und ich hatte, anstatt den üblichen 30 Minuten, gute 2 Stunden. Immerhin wurde mir so wieder mal bewusst, wie gross diese Stadt eigentlich ist.

Lars Deuber

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Reiseblogger
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Lars Deuber
Mein Name ist Lars Deuber und ich komme aus Winterthur in der Schweiz.
Beim Starten dieses Bloges war ich 18 Jahre alt (Jahrgang 1996) und lebte bis jetzt nur in Winterthur. Zurzeit mache ich eine Lehre als Informatiker mit Fachrichtung Systemtechnik.
In meiner Freizeit mache ich gerne Sport. Ich spielte sehr lange Fussball und 2 Saison lang parallel noch Unihockey im Verein.
Im Moment gehe ich regelmässig joggen, schwimmen und bei schönem Wetter Radfahren. Bis jetzt bin ich zwei Halbmarathons gelaufen. Daneben spiele ich Badminton, Squash und PingPong.
Während meiner Zeit in meiner Lehre entdeckte ich mein Interesse am Reisen. In diesem Blog möchte ich meine gemachten Reisen dokumentieren und meine Reisepläne der Zukunft notieren. Ich hoffe diese umsetzen zu können und vielleicht auch noch einige Tipps zu erhalten. Bei Fragen zu mir oder über meine gemachten Reisen, kannst du dich gerne mit mir in Verbindung setzen.
„Es git Moment im Lebe,da sött mer alles stah und liege lah und ohni zrug luege go Reise gah“

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